Seit meinem epischen Meisterwerk, das Ende July 2019 vollendet wurde, arbeite ich komplett anders. Davor hatte ich ausschliesslich mit Bleistift der Stärke HB, auf gewöhnlichem Druckerpapier gearbeitet.

Anfang July 2019 begann ich eine Zeichnung von Jon Bon Jovi, welche ich 2004 zum ersten mal gezeichnet hatte. Damals war diese mein ganzer Stolz.
Schon während ich an der Vorskizze arbeitete, waren einige Fortschritte erkennbar. Ich skizzierte mit einem Bleistift, der Stärke F. Diese hatte ich vorher stets gemieden.
Bei der Weiterarbeit nutzte ich jede Stärke, die meine Bleistiftschachtel hergab. Ausserdem musste ich die Arbeitsfläche und auch die Vorlage in kleine Abschnitte unterteilen. Das Foto ist so detailreich, dass ich mich ohne Begrenzung zu stark verzettelt habe. Ausserdem sind die Schatten nicht einfach nur "schwarz", sondern in vielen verschiedenen Hell/Dunkeltönen gehalten. Man sieht einiges mehr an Details, wenn man genauer hinsieht. Ein Äderchen auf der Hand...Nun auf meiner Zeichnung ebenfalls sichtbar. Falten in der Hose, dem Hemd...Und erst die Perlen und Stickereien darauf. Erst jetzt beginnt
dies in meiner Zeichnung zu leben.
Ich arbeitete, wie nie zuvor. Der tägliche Zeitbedarf lag zwischen 40 Minuten und knapp drei Stunden, in knapp acht Tagen. Die gesamte Arbeitszeit lag bei 12 1/2 Stunden. Manchmal musste ich nach "kurzer" Zeit schon aufhören, weil meine Augen ermüdet waren.
Nachwievor ist diese Zeichnung mein ganzer Stolz. Kurz danach ging ich sie einrahmen. Auch dies war sehr spannend; die Zeichnung sucht sich den Rahmen.
Mittlerweile arbeite ich nur noch so...Mit jeder Bleistiftstärke, die in meinem Repertoire zu finden ist.
Am 16ten May 2020 vollendete ich meine erste Zeichnung des Musikers Chris Cornell. Kurz danach zeichnete ich ihn ein zweites mal (hier in der Collage links zu sehen). Diese Arbeit war sehr speziell für mich. Zum einen habe ich künstlerisch sehr viel daran gelernt und zum anderen war es emotional sehr herausfordernd, was ich bisher nicht gekannt habe.
Nach 7 1/2 Stunden über fünf Tage verteilt, kam irgendwann der Punkt, an dem die Zeichnung fertig war. Obwohl mich daran etwas störte und ich nicht darauf kam, was, bezeichnete ich es doch als mein zweites, episches Meisterwerk.
Nach einigen Tagen Ruhe,mit neuem Blick darauf & dem Foto im Direktvergleich,wurde mir schliesslich bewusst,was mich denn die ganze Zeit über gestört hat und wenn das erstmal ersichtlich ist; Fällt es noch mehr auf! Ich überlegte,ob ich das Original bearbeiten soll,was mir aber doch zu riskant war & schlussendlich entschied ich,nochmals neu zu beginnen.  Die Vorskizze gefiel mir schon erheblich besser, als diejenige vom ersten.
Auch an dieser Zeichnung arbeitete ich sehr lange.
Die Gesamtdauer der Arbeitszeit lag bei 11 Stunden und 15 Minuten. Erheblich nahe an der Zeit vom ersten, epischen Meisterwerk und dies, obwohl es kleiner ist als A4.

Ich lasse ich mir Zeit. Wenn die Zeichnung (oder ich) einen Ruhetag benötigt, dann ist das so. Das ist wichtig und braucht es hin und wieder. Manchmal muss die Ruhezeit auch länger sein. Da kann es durchaus vorkommen, dass eine Zeichnung begonnen wird und dann mal eine zeitlang liegt, bevor sie vollendet wird.
Stress und Druck sind bei meiner Arbeit fehl am Platz.
Das, was ich tue, mache ich aus Leidenschaft und kommt aus tiefstem Herzen.
Darin steckt Herzblut und Leidenschaft.
                                           Meine Zeichnungen sollen Freude bereiten. Das ist es, was die Welt braucht!
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